Psyche und Psoriasis

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#Alltag #Gesundheit
Psyche
und Psoriasis
Auch Stress geht unter die Haut

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Deine Haut als Spiegel der Seele

Bestimmt ist dir das auch schon passiert: in einer unangenehmen Situation schießt dir die Röte ins Gesicht oder du wirst vor Schreck ganz bleich. Unsere Haut ein Spiegel der Seele, das ist nicht nur so dahingesagt. Andere sehen uns oft an der Nasenspitze an, wie wir uns fühlen.

Stress geht unter die Haut

Und vielleicht hast du auch schon bemerkt, dass deine Schuppenflechte in stressigen Phasen des Lebens stärker oder häufiger auftritt. Unser Körper setzt bei Stress Cortisol und/oder Adrenanlin frei. Dadurch werden vermehrt sogenannte Keratinozyten gebildet. Diese Hautzellen sind für die Produktion der Hornschicht verantwortlich und sollen stark beanspruchte Stellen, z.B. Fersen, Ellbogen oder Knie, schützen. Bei hautgesunden Menschen brauchen die neu gebildeten Zellen rund 28 Tage um an die Hautoberfläche zu wandern. Eine verstärkte Produktion ist darum auch kein Problem.
Bei Menschen mit Psoriasis ist die Keratinozyten-Produktion überaktiv und die neuen Zellen brauchen weniger als eine Woche, um an die Hautoberfläche zu gelangen. Das bedeutet, dass viermal schneller eine Art Hornhaut gebildet wird, und zwar an unterschiedlichen Körperstellen. Und Stress fördert die Entstehung zusätzlich.
Erholungsphasen sind für uns alle wichtig! Besonders für Menschen mit Psoriasis sollte die psychische Gesundheit einen hohen Stellenwert haben. Stress, Sorgen oder Ängste gehen ihnen im wahrsten Sinn des Wortes unter die Haut und sorgen für weitere Schübe, diese können wiederum den Stress verstärken usw. … ein Teufelskreis!

Chill’ mal!

Das hast du bestimmt schon oft gehört – aber sich zu entspannen, wenn das Hautbild schon deutlich zeigt, dass du längst im Stress angekommen bist … geht das?
Seien wir ehrlich: nicht immer. Es gibt viele Möglichkeiten, aus einem anstrengenden Gedankenwirbel auch wieder rauszukommen. Jede*r muss selbst ausprobieren, was für ihn oder sie am besten funktioniert. Bei vielen Menschen mit Psoriasis ist z.B. Yoga ideal, um sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Auf der Yogamatte können sie den hektischen Alltag vergessen. Die einen entspannen bei kreativen Arbeiten am besten: Malen, Schreiben oder handwerkliche Tätigkeiten mit Holz, Wolle oder Stoff fordern die volle Konzentration und vermitteln das gute Gefühl, etwas geschaffen zu haben. Anderen wiederum geht es mit Sorgen und Ängsten besser, wenn sie mit Freund*innen darüber sprechen können oder sich auch einmal guten Gewissens zurückziehen, um ein gutes Buch zu lesen, ein neues Rezept auszuprobieren oder mit dem Haustier zu kuscheln.
Erlaubt ist, was entspannt: Wichtig ist vor allem, dass du deine psychische Gesundheit im Auge behältst. Schenk dir und deiner Haut in anstrengenden Phasen sogar noch mehr Aufmerksamkeit als sonst. Wenn du unsicher bist, ob Stress deine Krankheitsschübe verstärkt oder etwas anderes die Ursache sein könnte, oder vielleicht nicht weißt, was du gegen Ängste und Sorgen machen kannst – sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Sie haben viel Erfahrung mit Stresssituationen und Entspannungsmöglichkeiten und helfen dir bestimmt gerne weiter.

Bilder: © Shutterstock / Zigres

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