Psoriasis und Blutspenden

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30.12.2024 | #Alltag
Psoriasis und
Blutspenden
Geht das überhaupt?

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Blutspenden rettet Leben

Alle 90 Sekunden wird in Österreich eine Blutkonserve benötigt. Pro Tag ergibt das fast 1.000 Blutkonserven. Blut ist auch eines der wenigen lebensrettenden Mittel, das nicht künstlich hergestellt werden kann. Blutspender*innen spielen also eine wichtige Rolle bei Notfällen und Unfällen, denn jede Konserve rettet Leben.

Wer darf spenden?

Die Liste an Ausschlusskriterien für eine freiwillige Blutspende ist nicht gerade kurz. Und das ist nachvollziehbar, schließlich muss man besonders vorsichtig sein, wenn man das Blut eines Menschen in den Kreislauf eines anderen führt. Es dürfen keine Krankheiten, Infektionen oder sonstige Keime enthalten sein, die dem oder der Empfänger*in eventuell schaden könnten.
Was bedeutet das für Psoriasis-Patient*innen, die einen Beitrag leisten wollen? Generell ist Schuppenflechte kein allgemeiner Ausschlussgrund. Doch es gibt bestimmte Einschränkungen, die bei Menschen mit Schuppenflechte häufiger auftreten können als bei hautgesunden Menschen: z.B. offene Wunden, über die Keime in die Blutbahn gelangen können oder Medikamente, die eingenommen werden und ebenfalls im Blutkreislauf sind. Letztere können bei einer Spende weitergegeben werden. Darum ist eine ärztliche Untersuchung vor Ort verpflichtend und letztendlich ausschlaggebend dafür, ob man als Blutspender*in geeignet ist.

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Blutspenden bei lokalen Therapien

Lokale Therapien, z.B. mit Salben, geben nur eine sehr geringe Menge des Wirkstoffs ins Blut ab. Daher ist Blutspenden während der Verwendung von Salben und Cremes grundsätzlich kein Problem. Hier gilt: am besten bei dem Arzt oder der Ärztin vor Ort nochmals nachfragen. Auch die Blutspendedienste können dir Auskunft geben, ob deine lokale Therapie ein Problem darstellen könnte.

Blutspenden bei medikamentösen Therapien

Es gibt keine einheitlichen Regelungen bei medikamentösen bzw. systemischen Therapien. Denn hier hängt es davon ab, welches Medikament du bekommst. Bei einigen Therapien gibt es Fristen, die nach dem Absetzen des Medikaments eingehalten werden müssen, bevor man Blut spenden darf. Wartezeiten bis zu drei Jahren sind hier möglich. Auch hier kann dir dein Arzt oder deine Ärztin sagen, ob du während deiner Therapie Blutspenden kannst oder warten musst – und wenn ja, wie lange. Letztendlich entscheidet aber der jeweilige Blutspendedienst, denn einige haben bei bestimmten Erkrankungen und Medikamenten besondere Bestimmungen.

Blutspenden und Psoriasis - ja!

Als Psoriasis-Patient*in kannst du also prinzipiell Blut spenden, wenn du das möchtest. Sprich aber vorher am besten mit deinem Arzt oder deiner Ärztin sowie den jeweiligen Blutspendediensten, um sicherzugehen, dass deine Therapie dabei kein Problem darstellt.

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