Corona News

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Bitte befolgen Sie alle Maßnahmen, die im Kontext mit COVID-19 von den offiziellen Stellen zum Thema Arztbesuch kommuniziert werden.

Schuppenflechte zu
Zeiten von Corona.

Achten Sie trotz Pandemie auf Therapietreue und auf die Empfehlungen Ihres Hautarztes.
Mit dem Kälteeinbruch im Herbst vermehren sich die geröteten, juckenden und schuppenden Hautstellen und die Betroffenen müssen sich verstärkt schützen. Die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen sorgt heuer gerade in dieser Zeit für zusätzliche Verunsicherung bei den Betroffenen.
Viele Patientinnen und Patienten mit Psoriasis fragen sich, was die aktuelle Corona-Situation für ihre Erkrankung und die Therapie bedeutet, ob sie besonders gefährdet sind und worauf sie im Herbst und Winter achten sollen. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Wiener Dermatologen Dr. Johannes Bisschoff die wichtigsten Antworten auf typische Fragen der Betroffenen zusammengestellt.

Die wichtigsten
7 Fragen und Antworten

Achten Sie trotz Pandemie auf Therapietreue und auf die Empfehlungen Ihres Hautarztes.
1

Gibt es ein erhöhtes Corona-Risiko für mich als Psoriasis-Patient*in?


Nein, es gibt kein erhöhtes Corona-Risiko 1,2,3, denn die Psoriasis zeichnet sich durch eine überschießende Immunreaktion aus und nicht durch eine Immunschwäche, die zu einem höheren Infektionsrisiko durch Corona-Viren führen könnte 1. Trotz verstärkter Immunreaktion, kann man aber nicht davon ausgehen, dass Patientinnen und Patienten mit Psoriasis besser vor Corona geschützt sind 2.
2

Soll ich die Behandlung in der aktuellen Situation absetzen?


Nein, die Therapie soll unbedingt fortgesetzt werden, um eine langfristige Verschlechterung der Erkrankung zu verhindern. Psoriasis ist eine chronische Erkrankung, die dauerhaft behandelt werden muss. Die meisten im Körper (systemisch) wirkenden Medikamente gegen die Schuppenflechte regulieren zwar das Immunsystem, führen aber nicht zu einem erhöhten Risiko, an COVID-19 zu erkranken oder einen schwereren Verlauf der Erkrankung auszulösen 1,2,3,4.

„Für Patientinnen und Patienten mit Psoriasis ist es gerade in der aktuellen Pandemie unheimlich wichtig, auf ihre Erkrankung, die Symptome und die konsequente Fortsetzung der Therapie zu achten."

Dr. Johannes Bisschoff | Facharzt für Dermatologie

3

Muss ich eine anstehende Routine-Untersuchung wegen Corona verschieben?


Sofern kein positiver Corona-Test oder eindeutige Corona-Symptome vorliegen, sollte die Untersuchung nicht verschoben werden. Gerade bei einer chronischen Erkrankung wie Psoriasis sind regelmäßige Untersuchungen wichtig, um frühzeitig zu erkennen, ob man auch wirklich noch die individuell beste Behandlung bekommt. Betroffene sollten sich aber vorab an Ihren Hautarzt wenden. Vielleicht ist auch eine telefonische bzw. telemedizinische Abstimmung möglich und ausreichend.
4

Was mache ich, wenn ich einen Psoriasis-Schub habe?


Betroffene, die unter einer akuten Verschlechterung ihrer Psoriasis-Symptome leiden, sollten unbedingt kurzfristig Kontakt mit ihrer behandelnden Hautärztin oder ihrem behandelnden Hautarzt aufnehmen, um die notwendigen Behandlungsschritte abzuklären. Bis dahin sollte die Therapie unbedingt unverändert fortgesetzt werden.
5

Soll ich in den kommenden Monaten nicht einfach Kontakte vermeiden?


Während der Corona-Pandemie soll man natürlich auf die Empfehlungen achten und unnötige Kontakte vermeiden. Für Menschen mit Psoriasis ist es aber wichtig, in regelmäßigen Abständen mit dem Hautarzt über den aktuellen Status der Erkrankung, die Symptome, die Lebensqualität und die individuell beste Behandlung zu sprechen und sich nicht zu verstecken. Deshalb gilt auch in dieser Zeit: Lass dich anschauen!

„Ich beobachte bei meinen Patientinnen und Patienten seit Monaten, dass Corona die Aufmerksamkeit von ihren chronischen Erkrankungen ablenkt. Dies ist verständlich, birgt aber eine Gefahr für eine langfristige Verschlechterung der Erkrankung in sich, wenn Betroffene nicht auf ihre Therapietreue achten oder bei einer spontanen Verschlechterung der Symptome nicht den Arzt oder die Ärztin konsultieren."

Dr. Johannes Bisschoff | Facharzt für Dermatologie

6

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung durch das Corona-Virus schützen?


Für Patientinnen und Patienten mit Psoriasis gelten die gleichen Empfehlungen wie für alle anderen Menschen. Abstand halten, Hände waschen, möglichst wenig Augen, Nase und Mund berühren, einen Mund-Nasenschutz tragen, sowie Menschenansammlungen vermeiden und Innenräume regelmäßig lüften. Zusätzlich ist es wichtig, auch in dieser Zeit frische Luft zu tanken und ausreichend Bewegung zu machen, um die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers zu stärken.
7

Was muss ich beachten, wenn ich doch an COVID-19 erkranke?


Zusätzlich zu den Maßnahmen, die aufgrund der Corona-Infektion erforderlich sind, sollten Betroffene umgehend auch Ihren behandelnden Hautarzt kontaktieren und mögliche Auswirkungen auf die Psoriasis-Behandlung abstimmen. Auch hier gilt: Niemals eigenmächtig mit der Therapie aufhören!

Dr. Johannes Bisschoff ist Dermatologe und Psoriasis-Experte in Wien. Er kommt ursprünglich aus Südafrika, hat in Deutschland studiert und absolvierte seine Facharztausbildung in renommierten Kliniken und Praxen in Heidelberg, Stuttgart, Berlin und Hamburg. Weitere Stationen seines umfassenden Ausbildungsprogramms schließen Aufenthalte in China, Malaysia und den USA ein. Nach seiner Ausbildung hat er sich in Wien als Dermatologe niedergelassen.

Referenzen
1. https://www.psoriasis-bund.de/aktuelles/meldungen/meldungen-im-detail/news/psoriasis-und-covid-19-zehn-fragen-zehn-antworten/ (Letzter Zugriff: 13. 11. 2020)
2. https://psoriasis-bund.de/aktuelles/meldungen/meldungen-im-detail/news/coronavirus-aktuelle-informationen-und-empfehlungen-der-psoriasis-experten/(Letzter Zugriff: 13. 11. 2020)
3. https://www.psoriasis-hilfe.at/home-top-thema/2020_04_29_corona_10_fragen.html (Letzter Zugriff: 13. 11. 2020)
4. Haberman R et al., NEJM 2020 Apr 29; NEJMc2009567. (Online ahead of print.)

Wusstest du schon?
Die Behandlung von Psoriasis muss nicht kompliziert sein oder mit schweren Nebenwirkungen einhergehen. Sprich mit deinem Hautarzt, um mehr über passende Therapieoptionen für dich zu erfahren.
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