Tattoos und psoriasis

Tattoos
und Psoriasis
Geht das?

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Tattoos und Psoriasis – Geht das?

Natürlich!
Allerdings solltest du dabei einige Dinge beachten.
Denn es ist klar: Eine Tätowierung ist eine Hautverletzung durch tiefe Nadelstiche, die bis in die zweite Hautschicht, die Lederhaut oder Dermis, reicht. Neben lokalen Infektionen und Allergien gegen die Farbe, die bei allen Menschen auftreten können, kommt bei Psoriasis-Patient*innen die Möglichkeit des Köbner Phänomens dazu. Denn jede – auch kleine – Hautverletzung kann neue Stellen hervorrufen, manchmal reicht schon ein Insektenstich oder eine Schürfwunde.

Risiko Köbner-Phänomen

Diese neuen Stellen mit Plaques nennt man Köbner-Phänomen, benannt nach dem deutschen Dermatologen Heinrich Köbner, der dieses Phänomen – auch Isomorpher Reiz genannt – zum ersten Mal 1872 beschrieb. In der Regel tritt das Köbner Phänomen zehn bis zwanzig Tage nach einer Verletzung an zuvor gesunden Hautstellen auf. Aber es kann auch schon früher oder erst nach Jahren auftreten – oder auch gar nicht. Das ist individuell sehr unterschiedlich und zum Zusammenhang von Tätowierungen und dem Köbner-Phänomen gibt es derzeit auch kaum gesicherte Erkenntnisse.

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Wenn du dich tätowieren lassen möchtest, dann kannst du das tun. Es ist jedoch sinnvoll, vor dem Stechen eines Tattoos mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu sprechen und dich umfassend beraten zu lassen: besonders, wenn du gerade Medikamente nimmst oder in einer Therapiephase bist. Akut von Psoriasis betroffene Stellen sollten grundsätzlich nicht tätowiert werden.
Eine Vorbesprechung mit der*dem Tattoo-Künstler*in ist ebenfalls ratsam. Andere Psoriasis-Patient*innen oder Freund*innen haben vielleicht auch Empfehlungen, welches Studio geeignet ist. Im Idealfall findest du einen Artist, der bereits Menschen mit Schuppenflechte „gestochen“ hat. Neben unbedingter Hygiene im Studio und geprüften, verträglichen Farben sollte er*sie Verständnis für deine Erkrankung und Einfühlungsvermögen mitbringen, und dich gut über die möglichen Risiken aufklären.

Tipps!

  • Der*die Tätowierer*in weiß, wie man Tattoos pflegt – beachte diese Ratschläge gewissenhaft.
  • Kratzen verboten! Auch, wenn das neue Tattoo juckt, kratzen schadet nicht nur der Haut, sondern kann auch Farbpartikel herauslösen.
  • Das Tattoo sollte nur vorsichtig gewaschen und trocken getupft werden. Nicht abrubbeln!
  • Mehrmals täglich (3-5mal) sollte das Tattoo dünn mit Wund- und Heilsalbe eingecremt werden.
  • Vollbäder oder Schwimmen solltest du während des Heilungsprozesses vermeiden. Duschen ist erlaubt, verwende aber ein Duschpflaster. Auch hier hat dein Tattoo Artist bestimmt Tipps und Ratschläge.
Nach dem vollständigen Abheilen solltest du deine Haut weiterhin gut pflegen und besonders vor Sonneneinstrahlung schützen.
Quelle:
Bilder: © Shutterstock / Zigres

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